Flingerns erstes Buch

Flingern - Kiez, Kunst & Kultur (Droste Verlag)

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Mode Frühling Flingern

Mode Frühling FlingernWas bringt der Modefrühling Neues in diesem Jahr. Auf den großen Schauen wird der wagemutigen Weiblichkeit gehuldigt mit viel Transparenz, leichten Stoffen, viel Glitzer, wehenden Silhouetten oder hautnahen Schnitten. Starke Farben wie Smaragd, Lila, Cyclam und Gold stehen neben Nude, Silbergrau und Schwarz, romantischem Rose und Lavendel. Florale Muster neben geometrischen und Dschungelbuchprints.

Glanzstoffe wie Seide, Satin, Chintz, Lurex und Lack sind der große Renner und für den Abend Stoffe über und über bestickt mit Perlen und Pailetten. Die großen Looks vielfältig. Zum einen der African Look diesmal nicht als Ethnolook interpretiert, sondern verwirklicht in Leoparden und Pythonschlangen Prints, eleganten Wallegewändern, aber auch figurbetont mit Batikoptik, Feder und Fransendekors. Der Overall erscheint im Frühling als Jumpsuit mit tiefem Ausschnitt und taillenbetont aus Seide oder anderen Edelstoffen. Ebenfalls ein neuer Trend die Flippy Kleider. Luftige leichte Flatterkleider aus wippenden Volants oder Tülllagen als zarte Hängerchen oder in schmaler, knielanger Silhouette. Auch die 80er Jahre feiern in diesem Jahr ein Come back mit betonten Schultern und Ärmeln, Wespentaille, Schnürungen und Stretch, transparenten Tops und Glanzhemden.

Das was sonst nur zu Hause denkbar und tragbar war wird jetzt ausgehfein. Der Out-of-Bed-Trend oder Pyjamalook setzt auf ein relaxtes aber nicht schlabberiges Outfit. Seide und leichte Baumwolle im Streifen- oder Karodesign aber auch unifarben werden zu lässigen Hosen, Jackets und schmalen Tops verarbeitet. 

Aber was haben die Modegeschäfte in Flingern von diesen Trends in ihr Angebot aufgenommen? Wie haben Flingerns Modedesigner die neuen Trends interpretiert?

Bei Tina Miyake sieht der Frühling türkis, grau, giftgrün und gold aus. Alte Kimonostoffe und Stoffe mit überwiegend floralen aber auch geometrischen Mustern werden von ihr zu Röcken, Kleidern und Oberteilen verarbeitet. Bevorzugte Materialien sind Leinen/Baumwolle 3fach merceresiert und Seide. Ihr Stil jung, die Schnitte reduziert mit kleinen Details, zum Teil sachlich verspielt.

Vivian Hackbarth folgt ihrem eigenen Trend. Sie steht für ungewöhnliche Schnitte, fließende Silhouetten und schmeichelnde Gewänder. Mehrfach ausgezeichnet wurden ihre Entwürfe mit dem NRW Staatspreis für das Kunsthandwerk im Werkbereich Textil. Ihre Farben: klassisches Schwarz, verschiedene Grauabstufungen, Natur, auch Rot und Grün. In diesem Frühjahr zeigt sie neben Sommermäntel und Kleidern leichte, luftige Schals in profilierter Linienoptik und ihre Schalkragenjacke in leichter Viskose und Baumwolle.

Für Dorothée Zimmermann von Jolie Folie, dem gute Laune Laden Flingerns, sind Röcke, aber auch Kleider ein großes Modethema für Frühling und Sommer. Mini-, Waden- oder Knöchellänge, gerade geschnitten, ausgestellt oder flatterhaft, unifarben, ein-, zwei-, gar dreifarbig, gestreift oder mit floralem Dessin, mit Schmetterlingen oder Rehkitzen bedruckt, in kräftigen oder zarten Farben, die Auswahl ist groß und verspricht gute Laune.

Ulla Meiners von URSBOB hat auch in diesem Jahr ein kräftiges Grün und Pink im Programm. Auf florale Muster setzt sie nicht, dafür auf großflächig abstrakte. Ihre Schnitte bleiben figurbetont mit schmaler Silhouette. Für ihre neue Kollektion bevorzugt sie Baumwollsatin, Seidensatin, Leinen aber auch Jersey. Geplant sind Etuikleider, die man single oder in Kombination mit Hosen tragen kann. Röcke bleiben auch in diesem Jahr bei URSBOB ein Thema.

Die Modeagentur Limo setzt in diesem Frühling neben klassischem  Schwarz auf so starke Farben wie Smaragd, Lila, Cyclam aber auch Taupe und Silbergrau. Mode mit floralen Prints werden nicht angeboten. „Das, was es demnächst an jeder Ecke gibt, müssen wir nicht auch noch anbieten.“  Stattdessen gibt es zu den Basics Pullover, Röcke und Jacken im Missonistrick untereinander kombinierbar, und wunderschöne zweilagige Spitzenschals. Ein großes Thema in diesem Jahr: Röcke

Fatima Holstein von Butik folgt den Frühlingstrends: African Look, Flippy Kleider mit floralem Design in romatischem Rose und Lavendel, Kleider und Blusen im angesagten 80er Jahre Style in Nude mit Schwarz, Vegantaschen aus recycelten Materialien. Den Pyjama Look findet sie zu speziell. Sie glaubt nicht an einen Erfolg dieses Trends. Trotzdem hat sie zumindest Hosen in diesem Look in ihr Angebot für die wagemutigen Kundinnen aufgenommen.

Auch bei Damenwahl sind Röcke in diesem Frühjahr der Renner. Das Geschäft zeigt sie aus Saristoffen. Bevorzugtes Material Seide. Ebenfalls im Angebot Kleider und Blusen aus Baumwolle und Batist mit floralen Drucken in einer Vielzahl von Farben.

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